05.02.2012
Bayerische EM MU20:
Über die Trostrunde zur Bronzemedaille
Die Bayerische Einzelmeisterschaft der MU20 in Großhadern begann für Felix
Heyder (-60 kg) alles andere als glücklich. Obwohl die erste Begegnung gegen
Fabian Ennerst vom TSV Abensberg im wesentlich ausgeglichen verlief, gelang
es ihm mit Waza-ari für Uchi-mata in Führung zu gehen und diese Führung
trotz zweier Yuko-Wertungen seines Kontrahenten, von denen eine für zwei
Bestrafungen wegen Hinaustretens gegeben worden war, bis zum Schluss zu
halten. Als Felix seinen Gegner vier (!) Sekunden vor Schluss durch einen
harten Griff in eine stark abgebeugte Haltung gezwungen hatte, brach der
Kampfrichter den Kampf irrtümlich wegen des Signals auf der Nachbarmatte mit
"Sore-made" ab, bemerkte seinen Fehler, entschuldigte sich bei den Kämpfern
und forderte mit Hajime zum weiterkämpfen auf. Felix wich nun nach hinten
aus und erhielt dafür nach dem Schlussgong eine dritte Bestrafung für
Hinaustreten, die einen Waza-ari und damit den Sieg des Gegners zur Folge
hatte. Mag die Bestrafung nach Zeitablauf auch für sich genommen korrekt
gewesen sein, so war sie in dieser Situation, die ausschließlich durch die
eigene Fehlleistung des Kampfrichters entstanden ist, der eigentlich sogar
die abgebeugte Kampfhaltung des Gegners hätte bestrafen müssen, mehr als
unverständlich.
Trotz seiner verständlichen
Erregung -ließ sich Felix nicht beirren und sucht den Weg über die
Trostrunde, um zumindest noch Platz 3 und damit die Qualifikation für die
Süddeutsche am kommenden Wochenende in Pforzheim zu erreichen.
Er beendet
alle drei Trostrundenkämpfe gegen Häusler/Erlangen, Melbert/Grafing und Kaeß/Lindau
vorzeitig durch Wurftechniken und gewann das kleine Finale mit Waza-ari für
eine Gegendrehtechnik gegen Andreas Will vom TV Lengries, womit er sich
trotz des anfänglichen Missgeschicks über Bronze und die Qualifikation
freuen durfte.
FT-Bericht vom 08.02.12
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